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Untergrundvorbereitung

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Die Basis für die perfekte Oberfläche

Die richtige Untergrundvorbereitung ist entscheidend für eine dauerhaft haltbare und optisch einwandfreie Beschichtung. Dabei gilt: Nur auf einem fachgerecht vorbereiteten Untergrund kann ein technisch und gestalterisch hochwertiges Ergebnis erzielt werden.

Bevor ein Anstrich oder eine andere Beschichtung ausgeführt wird, muss der vorhandene Untergrund genau geprüft und vorbereitet werden. Die Untergrundprüfung sollte sehr gewissenhaft erfolgen, denn entscheidend ist: Nur auf tragfähigen, sauberen und haftvermittelnden Untergründen kann eine Beschichtung funktionieren. Fehlt die richtige Vorbereitung, sind Mängel wie Abplatzungen, Haftungsstörungen oder Ausblühungen vorprogrammiert.

Typische Maßnahmen zur Untergrundvorbereitung

Je nach Untergrundart und Zustand kommen unterschiedliche Techniken zum Einsatz, z. B.:

  • Reinigen mit Wasser und Schwamm
  • Trockenreinigung mit Bürste oder Besen
  • Hochdruck- oder Dampfreinigung
  • Ammoniakalische Netzmittelwäsche
  • Fluatieren (z. B. bei stark alkalischen Untergründen)
  • Schleifen, Mattieren, Anlaugen

All diese Maßnahmen verfolgen ein Ziel: einen tragfähigen, sauberen und haftvermittelnden Untergrund schaffen, der eine gleichmäßige und beständige Beschichtung ermöglicht.

Reinigung einer Fassade mittels Hochdruck

Ein Untergrund muss tragfähig, fest, trocken und sauber sein – nur dann ist eine dauerhafte Beschichtung möglich.

Ohne Untergrundvorbereitung drohen Haftungsprobleme und Mängel

Wer auf die fachgerechte Untergrundvorbereitung verzichtet, geht ein hohes Risiko ein – denn die Qualität und Haltbarkeit der Beschichtung hängen maßgeblich davon ab. Ohne gründliche Vorbehandlung sind spätere Mängel praktisch vorprogrammiert. Die Folge: unzufriedene Kunden und kostenintensive Nacharbeiten.

Ein besonders kritischer Faktor ist die Feuchtigkeit des Untergrunds. Häufig reicht eine vollständige Trocknung aus, um die Fläche beschichtungsfähig zu machen. Mineralische Untergründe mit hoher Alkalität erfordern zusätzliche Maßnahmen: Ohne vorheriges Fluatieren mit einem geeigneten Fluat-Salz können Ausblühungen und andere Schäden auftreten. Das Fluatieren neutralisiert den Untergrund und härtet ihn zugleich.

Glatte oder glänzende Oberflächen bieten in der Regel eine schlechte Haftung. Um eine dauerhafte Verbindung mit der Beschichtung sicherzustellen, ist ein vorheriges Anschleifen, Mattieren oder Anlaugen notwendig.

Auch mehlende, kreidende oder sandende Untergründe bzw. Altanstriche stellen ein Problem dar: Sie sind nicht haftvermittelnd, da eine Trennschicht die Verkrallung verhindert. Selbst bei trockener Oberfläche kommt es zu Haftungsstörungen – der Beschichtungsfilm kann abplatzen. In diesen Fällen ist eine entsprechende Grundierung zwingend erforderlich, um eine stabile Basis für den Anstrich zu schaffen.

Grundierung für eine sichere Untergrundvorbereitung

In den meisten Fällen ist eine Grundierung unerlässlich, um eine dauerhafte und technisch einwandfreie Beschichtung zu gewährleisten. Sie sorgt für Verfestigung, Haftvermittlung, Egalisierung oder auch Isolierung des Untergrunds – je nach Materialbeschaffenheit und Anforderung.

Grundierungen werden grundsätzlich nach folgenden Eigenschaften unterschieden:

  • wasserverdünnbar – lösemittelhaltig
  • pigmentiert – transparent

Jede Variante bringt spezielle Eigenschaften mit sich. Für poröse, saugende oder leicht sandende Untergründe eignen sich in der Regel transparente, wasserverdünnbare Grundierungen. Wenn der Untergrund stärker sandet, empfiehlt sich eine lösemittelhaltige Ausführung.

Bei alkalischen Untergründen, wie sie bei mineralischen Flächen vorkommen, sind pigmentierte und filmbildende Grundierungen notwendig. Diese können in vielen Fällen das vorherige Fluatieren ersetzen.

Auch bei dichten, glatten oder sehr festen Untergründen werden pigmentierte Produkte eingesetzt, da sie die notwendige Haftbrücke zur Schlussbeschichtung bieten. Enthält der Untergrund Nikotinverfärbungen oder wasserlösliche, verfärbende Inhaltsstoffe, sollte eine lösemittelhaltige und pigmentierte Grundierung gewählt werden.

Im Fachhandel sind heute zahlreiche, teils hoch innovative Grundierungen erhältlich. Moderne Kombi-Produkte wie der Q4-Primer vereinen die Vorteile eines transparenten Tiefgrundes mit den Eigenschaften einer pigmentierten Grundierfarbe. Das Produkt bietet sowohl eine hohe Eindringtiefe als auch eine filmbildende, farbgebende Wirkung – ideal für professionelle Anwendungen auf unterschiedlichsten Untergründen.

Grundierungen

Grundierung nach Untergrundbeschaffenheit

Die Grundierung muss individuell für jede Oberfläche bestimmt werden – grundlegend kann man jedoch von folgenden Empfehlungen ausgehen:

→ Tabelle nach rechts scrollen
UntergrundbeschaffenheitGrundierung
porös, saugend, leicht sandendwasserverdünnbar, transparent
porös, saugend, sandend, kreidend, mehlend, salzbelastetlösemittelhaltig, transparent
nicht/schwach saugend, fest, dicht, glatt, alkalischwasserverdünnbar, pigmentiert
fest, dicht, glatt, stark durch Nikotin o. ä. vergilbt, wasserlöslichlösemittelhaltig, pigmentiert

Häufig gestellte Fragen zur Untergrundvorbereitung

Nur ein tragfähiger, sauberer und trockener Untergrund garantiert eine langfristige Haftung der Beschichtung. Ohne Vorbereitung drohen Abplatzungen, Verfärbungen oder andere Mängel.

Die Untergrundvorbereitung umfasst alle Arbeitsschritte, die notwendig sind, um einen tragfähigen, sauberen und beschichtungsfähigen Untergrund herzustellen. Je nach Untergrund und Zustand kommen dabei verschiedene Methoden zum Einsatz, darunter:

  • Manuelle oder mechanische Reinigung (z. B. mit Bürste, Schwamm, Besen oder Sauger)
  • Hochdruck- oder Dampfreinigung, z. B. bei Fassaden
  • Netzmittelwäsche, insbesondere bei Nikotin- oder Fettverschmutzungen
  • Fluatieren zur Neutralisation alkalischer, mineralischer Untergründe
  • Schleifen, Mattieren oder Anlaugen bei glatten oder glänzenden Flächen
  • Entfernung nicht tragfähiger Altanstriche
  • Grundieren zur Haftvermittlung, Verfestigung oder Egalisierung

Die Wahl der passenden Grundierung richtet sich nach der Beschaffenheit und Saugfähigkeit des Untergrunds.

  • Poröse, saugende oder leicht sandende Flächen erfordern eine wasserverdünnbare, transparente Grundierung, um die Oberfläche zu verfestigen und die Saugfähigkeit zu regulieren.
  • Stärker sandende, mehlende oder salzbelastete Untergründe benötigen eine lösemittelhaltige Grundierung, die tief eindringt und stabilisiert.
  • Für glatte, dichte oder leicht alkalische Untergründe ist eine pigmentierte, wasserverdünnbare Grundierung sinnvoll, da sie eine haftvermittelnde Schicht bildet.
  • Enthält der Untergrund Nikotin, Ruß oder wasserlösliche Verfärbungen, sollte eine lösemittelhaltige, pigmentierte Grundierung verwendet werden, um spätere Durchschläge zu vermeiden.
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